Schnecken-Projekt "Bewegte Zeiten"

Alle Kinder entdecken vom ersten Tag an ihre Welt. Sie sind neugierig, erfinderisch und voller Entdeckerlust, besitzen einen natürlichen Bewegungsdrang und bringen sich Kriechen, Sitzen, Aufstehen und Gehen selbst bei, sobald sie hierfür bereit sind. 

Mit zunehmender Beweglichkeit des Kindes erweitert sich sein Aktionsradius unter Berücksichtigung der wachsenden Anforderungen, die es dabei zu bewältigen hat.   

Dreh-, Lauf-, Rutsch- und Hüpfbewegungen faszinieren die Jüngsten täglich. Daraus entstand die Idee, ein Bewegungsprojekt zu entwickeln. 

Wir boten den Kindern verschiedenste Möbel und Geräte zur freien Nutzung. Nach Möglichkeit teilten wir die Kinder in Kleingruppen, die jeweils von einem Erwachsenen begleitet wurden. So gelang eine genauere Beobachtung der motorischen Fähigkeiten und der daraus resultierenden nötigen Hilfestellung.

Am Balken hingen wir eine bodentiefe Schaukel und ein Kletterseil auf.

Eine Sportbank bot eine schräge Ebene zum Rutschen, Hoch- und Hinuntersteigen, zur Gleichgewichtsschulung und um Dinge hinunterrollen zu lassen.

Verschiedene Hockerhöhen luden zum Rauf-, Drunterklettern und Hinabspringen ein.

Die auf den Boden geklebten Farbpunkte schufen Anreiz zum Springen, Balancieren, zum Vor- und Rückwärtslaufen und nebenbei zum Kennenlernen der Farben (Wer findet einen roten, … Punkt?)

Zweimal besuchten wir den Spielplatz im Pilzkopfviertel und nutzten außerdem unseren Garten.

 

In der Projektwoche hatten alle Spaß am Bewegen und entschieden selbst, was gewünscht ist. Immer wieder erklommen sie „Hürden“, probierten sich aus, lernten dazu, wurden sicherer und erweiterten ihren Handlungsspielraum.

Die große Entwicklungsspanne hatte sich in den zwei Wochen verändert. Da wir jegliches Spielmaterial aus dem Gruppenraum verbannten und uns ausschließlich auf Bewegungen im Alltag „beschränkten“, nutzten sie all ihre Fähigkeiten zum Ausprobieren der Geräte und Angebote.

Die Struktur unseres Gruppenraums lässt es nicht zu, gleichzeitig eine Art Bewegungsbaustelle sowie sonstiges Spielmaterial anzubieten. Alles auszukippen, auf dem Boden zu verteilen, es von      „A nach B“ zu schleppen, ist die überwiegende Art des Spiels in unserer Altersgruppe. Dies würde zusammen mit der zurzeit eingerichteten Bewegungsbaustelle kollidieren und den Handlungsspielraum der Kinder einschränken bzw. die Sicherheit gefährden.

Die Schaukelelemente ließen wir hängen, wir werden sie hin und wieder nutzen. Die Sitzhocker sind auch als Spielelement für die Kinder zugänglich. Sicher werden sie diese jetzt noch bewusster nutzen.

Aufgrund der beginnenden trockenen und wärmeren Jahreszeiten besteht die Möglichkeit, die gewonnenen Erfahrungen, Bewegungsabläufe und vor allem die Sicherheit und den Mut beim Spiel im Garten oder auf Spaziergängen weiter auszubauen.

Das Schnecken-Team