Wahrnehmungsförderung als Angebotsreihe

Schmecken und Riechen

Angebot 1: Schmecken

Wir waren in einem „Restaurant“ und die Kinder haben (süß, salzig, sauer, bitter) verschiedene Lebensmittel bestellt.

Der Koch/Köchin hat Käse, saure Gurken, Paprika, Banane, Tomaten, Weintrauben, salzige Brezeln, Zitronen, Clementinen, Mehrkornbrot, Weißbrot, Rosinen und getrocknete Aprikosen gebracht.

Zuerst sollten die Kinder anhand der Veranschaulichung bestimmen, wie es schmecken könnte. Danach konnte ein Kind nach dem anderen die Lebensmittel probieren und vergleichen. Dazwischen wurde mit einem Schluck Wasser im Mund neutralisiert.

Nach und nach probierten wir alle Lebensmittel durch und förderten so das Bewusstsein für verschiede Geschmacksrichtungen.

Während dieser ganzen Zeit habe ich den Kindern verschieden Fragen gestellt.

Wie sieht es aus?

Sieht es lecker aus?

Wie riecht es?

Wie könnte es schmecken?

Wie fühlt es sich an? (weich, hart, körnig, warm oder kalt)

….. und nun ab in den Mund!

Wie schmeckt es? Magst du es?

 

Angebot 2: Riechen

Die Kinder saßen vor einem Strauß mit verschiedenen Blumensorten (Tulpen, Rosen, Narzissen, Blaustern). Als erstes haben wir die Blumen zusammen benannt und ihren Duft kennengelernt.

Danach konnte ein Kind mit verbundenen Augen versuchen diesen Duft zu erraten und zu benennen.

Auch in der Küche der Kita riecht es lecker, aber was ist das? Gemüse? Suppe? Obst?

 

 

 

Hörsinn

Angebot 1: Die Stimme der Kita

Beschreibung: In Kleingruppen begleiten die Kinder den Erzieher durch das gesamte Haus (einschließlich des Kellers) und verweilen an unterschiedlichen Punkten stumm, um den Geräuschen im Haus und außerhalb zu lauschen. Nach einer Weile beschreiben die Kinder ihre auditiven Eindrücke und der Weg durch das Haus wird fortgesetzt. Am Ende der Reise zählen die Kinder mit der Fachkraft auf, was sie gehört haben.

Ziele:

-        die Kinder konzentrieren sich für einen kurzen Zeitraum

-        die Kinder nutzen bewusst ihren auditiven Sinn und differenzieren wahrgenommene Reize

 

Angebot 2: Klanggeschichte „Verrücktes Wetter“

Beschreibung: Die Kinder sehen unterschiedliche Instrumente auf dem Tisch, jedes sucht sich eines aus. Zu Beginn dürfen die Kinder die Anwendung frei erproben und herausfinden, wie die Instrumente zu spielen sind.

Im Anschluss werden die Kinder in Paaren einer Witterungserscheinung (Wolke, Wind, Sonne etc.) zugewiesen und erhalten ein entsprechendes Instrument zur Repräsentation. Mit Hilfe der Fachkraft begleiten die Kinder die vorgelesene Klanggeschichte bis zu ihrem Ende.

Ziele:

-        die Kinder lernen unterschiedliche Instrumente und ihre Anwendung kennen

-        die Kinder weisen den Klängen bestimmten Worten der Geschichte zu

-        die Kinder gestalten selbstwirksam die Geschichte

-        die Kinder erleben Klänge und Musik

 

Bereich visuelle Wahrnehmung und Auge-Hand-Koordination

Angebot 1: Zangenübungen

Material:

-        Kleine Zangen

-        Material zum Greifen (Holzkugeln, Stoffkugeln in verschiedenen Farben)

-        Becher als Behälter

Die Übungen mit der Zange waren in verschiedenen Variationen und Schwierigkeitsgraden zu meistern. Die Holzkugeln und Stoffkugeln waren in unterschiedlichen Größen und verschiedenen Farben die zu benennen und zu greifen waren.

 

 

Angebot 2: Farben zuordnen

Material:

-        Ausgedruckte Motive in unterschiedlichen Farben

-        Wäscheklammern in den Farben der jeweiligen Motive

Auf dem Tisch wurden die Wäscheklammern und die Motive gelegt. Die Kinder konnten die bunten Wäscheklammern dem richtigen Motiv bzw. Farbe zuordnen, indem sie die Klammern auf das jeweilige Motiv steckten.

 

Aufbaustufe: Formen und Farben zuordnen

Material:

-        Bunte Bausteine in verschiedenen Formen

-        Blatt Papier

-        Buntstifte

Die Umrisse der Bausteine wurden mit der entsprechenden Farbe auf das Blatt Papier gezeichnet. Es entsteht ein Bild mit bunten Formen. Die Kinder konnten nun die Bausteine der entsprechenden Form und Farbe zuordnen.

Bei diesen Übungen können die Kinder ihre Auge-Hand-Koordination üben. Zugleich wird auch die Feinmotorik geschult.

 

Tastsinn

Kinder entdecken und erforschen die Welt mit allen Sinnen. Für allererste Erkundungen ist der Mund ein wichtiges Medium, später gewinnen die Hände als Mittel der Welteroberung an Bedeutung. Aber auch die Füße sind besonders reizempfindlich.

Körper- und Streichelspiele gehören zu den ersten Interaktionsspielen zwischen Bezugsperson und Kind.

Fingerspiel „Ameisen laufen“ (Bewegungen auf dem Rücken oder Bauch des Kindes übertragen)
Ameisen laufen hin und her,
Ameisen fällt das gar nicht schwer.
Ameisen laufen auf und ab,
Ameisen, die sind niemals schlapp.
Ameisen laufen rundherum,
Ameisen fallen müde um
(Hände flach ablegen und stillhalten).

Aufbauimpulse:

Das Fingerspiel wird von den älteren Kindern gegenseitig durchgeführt.

 

Fingerspiel „Es krabbelt 'ne Krabbe“

(den Körper des Kindes entlangkrabbeln, zum Schluss die Nase kitzeln)

Es krabbelt ´ne Krabbe, sie kitzelt am Füßchen, sie krabbelt an den Knien, es krabbelt 'ne Krabbe
wo krabbelt sie hin?

Zum Mündchen, zum Öhrchen und über die Wangen, und will dich in die Nasenspitz zwacken.

 

Angebot 1: Körper bemalen

Für das Fühlen mit den Händen stellten wir zunächst Körperfarbe her. Vier Gefäße werden mit Naturjoghurt und Lebensmittelfarbe gefüllt. Im warmen Bad untersuchten die Kinder die Konsistenz und begannen – manche zaghaft, andere stürmisch – sich selbst zu bemalen. Einige kleckerten, andere tupften und die ganz Mutigen strichen sich an Armen, Beinen und Bauch ein.

Eine herrliche grobmotorische Sinneserfahrung!

 

Für die feinmotorische Erfahrung stellten wir Salzteig her: 1 kg Mehl, ½ kg Salz und ca. ½ l Wasser wurden unter staunenden Augen zu einem geschmeidigen Teig vermischt. Ähnlich wie Knete wird er gedrückt, gerollt, gedreht, zerbröselt und zum Schluss und an der Luft getrocknet. Die manchmal übrig gebliebenen kleinen Kunstwerke wurden nach dem Trocknen in einer Salzteig-Schüssel auf unseren Tischen ausgestellt.

 

 

Angebot 2: Barfußgang

 

Die Möglichkeit, im Frühling und Sommer ohne Schuhe und Strümpfe gehen zu können, bietet Kindern Spiel- und Erfahrungsraum für tausend und mehr Erfahrungen. In unserer Angebotswoche müssen wir uns wegen der noch kühlen Temperaturen anders behelfen und bauen einen Barfußgang auf.

Mit verschieden gefüllten Kisten (Sand, Steine, kühles und warmes Wasser, Ostergras) sowie Duplo-Platten und einer flauschigen Decke animierten wir die Kinder, die Materialien mit den Füßen zu erkunden. Nicht allen war das geheuer und so ergab es sich, dass einige Kinder die Materialien lieber mit den Händen untersuchten. Nur die Ältesten waren in der Lage, einige Merkmale wie nass-trocken, hart-weich und kalt-warm in Worte zu fassen, ebenso Begriffe wie „das kratzt oder kitzelt“.