
Nach all den abenteuerlichen Fahrten, von denen Sie auf den folgenden Seiten lesen werden sowie dem gelungenen Sommerfest, geplant von den Vorschuleltern und mit tollen Überraschungen für die Kinder und das Kitateam durchgeführt, ist die Vorfreude auf die erholsame Sommerpause groß – bei Familien wie Mitarbeitenden.
Wenn Sie diesen Gemeindebrief in den Händen halten, sind die ältesten Kinder, die in die Schule wechseln, bereits verabschiedet. Auch die dreiwöchige Schließzeit ist dann fast vorbei, und wir starten wieder altbewährt zur Eingewöhnung der neuen Kinder in das Kitajahr 2026/2027.
Liebe Familien – alt und neu, seid ab 04. August alle herzlich willkommen!
Spätestens zum Erntedankfest am 04. Oktober um 14:30 Uhr (und nicht um 11:00 Uhr wie auf der Kita-Jahresplanung notiert) präsentieren sich die jungen und älteren Menschen aus dem Schneckenhaus dann mit einem herbstlichen Programm im Gottesdienst und gestalten den festlichen Gemeindenachmittag mit kleinen Aktionen für die Kinder mit.
Genießen Sie bis dahin die Sommertage!
Für das Schneckenhausteam grüßt herzlich Katrin Stein
Familienfahrt der Kita
„Ich mach’ mir die Welt, wie sie mir gefällt!“
Wir lesen zu Hause gerade Pippi-Langstrumpf-Geschichten. Pippi ist wild, ungebändigt, eigensinnig und nahezu unabhängig. (Und dass Eigensinn Spaß macht, wusste auch schon Hermann Hesse.) Ob Pippis Geschichten unseren Kindern immer das beste Vorbild sind, sei dahingestellt, aber eins ist sicher, etwas Wildheit brauchen wir alle hin und wieder.
Was gibt es Besseres für ein Kind, als Tage voller Freiheit, wo Mama nicht so genau guckt, was man isst und die Zeit zum Insbettgehen sich bis zum Einbruch der Dunkelheit verschiebt, weil man gerade so schön spielt. Es ist ein Pippi-Gefühl: machen, was man will, essen, was man will, schlafen, wann man will (fast). Also fühlen wir uns etwas wie in der Villa Kunterbunt, auch wenn vielleicht nicht bei allen die Füße auf dem Kopfkissen liegen.
„Wir“, das sind drei Mitarbeitende und einige Familien aus der Kita. In diesem Jahr sind wir eine etwas kleinere Gruppe und haben es daher sehr gemütlich miteinander.
Das überschaubare Gelände des Helmut-Gollwitzer-Hauses bietet viel Freiraum.
Die Kinder suchen sich Höhlen in der Hecke, spielen Fangen, Verstecken und erfinden andere Spiele. Mit der aus vergangenen Lagerfeuern ergatterten Holzkohle lässt sich wunderbar auf den Steinplatten malen. Hände sind schwarz, T-Shirts wechseln auch die Grundfarbe, und am Abend stellt man ein von oben bis unten schmutziges Kind in die Dusche, das sich erschöpft, aber glücklich, kaum noch auf den Beinen halten kann.
Wir Erwachsenen kommen ins Gespräch, entdecken gemeinsame Bekannte, ähnliche Geschichten und viele Verbindungen. Einige von uns haben sich noch nie in der Kita gesehen, da die Kinder in verschiedene Gruppen gehen und zu verschiedenen Zeiten gebracht und geholt werden. Ruckzuck sind wir wie ein kleines Dorf, in dem alle Erwachsenen auf alle Kleinen gucken.
Das erste gemeinsame Abendessen am Freitag geht in ein Gruppenspiel über: Wir sitzen gemeinsam in einem Kreis aus Bänken draußen beieinander, und jeder sagt, Klein und Groß, was sie gerne tun und alle, die dies ebenfalls gerne mögen, erheben sich dazu. Es ist ein heiteres und dynamisches Spiel, das viele Lacher bringt.
Am nächsten Morgen nach dem Frühstück treffen wir uns wieder am gepflasterten Kreis der Lagerfeuerstelle, und diesmal ist die Aufgabe, dass jede Familie auf ihrem „Tortenstück“ ein Kreidebild malt. Die Kinder stürzen sich darauf, und manche Erwachsene sind auch nicht mehr zu bremsen.
Hinterher schlendern alle durch die „Galerie“, gucken sich die Kunstwerke an und lassen sie sich erklären. Einige Kunstwerke werden sogar miteinander verbunden.
Am Nachmittag machen wir uns auf zum Strandbad, wo die Kinder baden, im Sand buddeln und junge Blässhühner vom Steg aus beobachten. Wir Erwachsenen sitzen auf Picknickdecken und trinken Kaffee. Dann machen sich einige der Großen auf zum Volleyballfeld. Dort spielt bereits eine Gruppe junger, geflüchteter Männer, die gleich den Platz räumen wollen, aber es ergibt sich ein gemeinsames, tolles Match. Auch die Kleinen spielen mit. Es geht ausgelassen zu, Ballannahmen und gelungene Spielabläufe werden beklatscht und, zur Freude der Kinder, besonders das Engagement der Kleinen. Alle geben hochmotiviert ihr Bestes.
Glücklich und zufrieden ziehen wir von dannen, denn „Zuhause“ wird gegrillt. Und glücklicherweise ist immer mindestens ein Grillmeister dabei, dem alle, die lieber essen und erzählen, als am heißen Grill zu stehen, dankbar sind: DANKE, David und Vincent!
Mit Einbruch der Dunkelheit wird ein Lagerfeuer entzündet, das uns gemütlich beisammensitzen lässt. Anti-Mückenspray macht die Runde, alles andere ist wirkungslos gegen diese kleine Plage.
Am nächsten Vormittag heißt es Abschied nehmen mit einer Abschlussrunde im Garten, bevor die Villa Kunterbunt aufgelöst wird. An dieser Stelle danken wir allen Erzieherinnen und Erziehern der Kita, die diese Fahrt jedes Jahr ermöglichen und damit ihre eigentlich private Zeit am Wochenende zur Verfügung stellen, in diesem Falle Christoph, Katrin und Philipp.
Man kann die Werbetrommel für diese Kita-Familienrüste nicht genug rühren. Sie ist die einzigartige Möglichkeit, gemeinsam den Alltag in Berlin außen vor zu lassen und neue Begegnungen zu erfahren.
Und nur durch Teilnahme wird diese schöne Tradition weiterleben.
Kathrin Senz
Vorschulabenteuer bei tropischen Temperaturen
Vom 23. bis 26. Juni waren zwölf Vorschulkinder gemeinsam mit Conny, Irina und Annette auf großer Abschlussfahrt unterwegs. Ziel war das Helmut-Gollwitzer-Haus in Zossen, das für vier Tage unser Zuhause wurde. Ein herzliches Dankeschön an Zoltan und Philipp, die uns sicher hingefahren haben!
Schon am zweiten Tag stand eine spannende Schatzsuche auf dem Programm. Mit detektivischem Spürsinn machten sich die Kinder auf die Suche nach Hinweisen und lösten Aufgaben, z. B das Sortieren der Kinder nach Größe.
Am Ende wurde der Schatz tatsächlich entdeckt – sehr zur Erleichterung der Erwachsenen, die schon befürchteten, selbst noch suchen zu müssen.
Passend dazu führte uns ein Ausflug ins Landesamt für Archäologie und Denkmalpflege. Dort bestaunten die Kinder echte Zeugnisse vergangener Zeiten: ein altes Skelett, Tonkrüge, Scherben und historische Waffenteile. Besonders das Skelett sorgte für großes Interesse. Ob es auch einmal auf Schatzsuche gewesen war, blieb jedoch ungeklärt.
Bei den hochsommerlichen Temperaturen durfte die Abkühlung nicht fehlen. Deshalb ging es mehrmals an den See. Dort wurde geplanscht, gespielt und die Hitze für eine Weile vergessen. Natürlich gehörte auch ein Eis dazu – schließlich schmeckt dieses bei 30 Grad bekanntlich doppelt so gut.
Kreativ wurde es auch noch: Die Kinder gestalteten eigene kleine Stoffbeutel und bemalten Postkarten, die anschließend an die Eltern verschickt wurden. So kam ein kleiner Urlaubsgruß direkt nach Hause, und die Postboten dürften sich über die bunten Karten gewundert haben.
Abends wurde gemeinsam gegrillt und von den Erlebnissen des Tages erzählt. Dabei wurden manche Geschichten von Tag zu Tag spannender.
Ein weiterer Höhepunkt war der Kinoabend mit dem Film „Der Prinz von Ägypten“, der die Geschichte von Mose erzählte. Gut versorgt mit Knabbereien machten es sich alle gemütlich. Einige kleine Zuschauer kämpften tapfer gegen die Müdigkeit – meist mit Erfolg.
Vier sonnige, fröhliche und erlebnisreiche Tage gingen viel zu schnell vorbei. Zurück bleiben schöne Erinnerungen, neue Erfahrungen und viele Geschichten, die sicher noch lange weitererzählt werden.
Am Wochenende stießen dann auch die Familien der meisten Kinder dazu. Doch das wird wieder eine andere Geschichte.
Bleiben Sie behütet!
Annette Bock
Elternwochenende der Vorschulfahrt
Am Freitagnachmittag machten wir uns, wie dreizehn weitere Familien, mit einem lachenden und einem weinenden Auge auf den Weg nach Wünsdorf zur alljährlichen Kitarüste. Die Vorschulkinder waren bereits seit Dienstag dort und hatten in den vergangenen Tagen schon viele spannende Erlebnisse gesammelt. Die Freude der Familien war groß, endlich die Abenteurer wiederzusehen. Kaum angekommen, wurden wir herzlich begrüßt und sofort mit Geschichten aus den vergangenen Tagen überschüttet. Es wurde gelacht, erzählt und sich in die Arme genommen.
Schnell war die Unterkunft voller Leben und man spürte, wie sehr sich alle auf dieses gemeinsame Familienwochenende gefreut hatten. Den Abend ließen wir ganz entspannt ausklingen und genossen die Zeit miteinander. Vorher war aber eine Abkühlung im See nötig, da die Temperaturen immer weiter stiegen.
Der Samstag begann mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor wir uns wieder auf den Weg zum Strandbad in Wünsdorf machten. Bei den sommerlichen Temperaturen war die Abkühlung im Wasser genau das Richtige. Die Kinder planschten, spielten und sprangen immer wieder mutig vom Steg ins Wasser. Es war schön zu sehen, mit wie viel Freude sie den Tag genossen und sich gegenseitig anfeuerten. Auch für uns Erwachsene blieb Zeit für Gespräche und viele schöne gemeinsame Momente.
Nach dem leckeren Mittagessen und einer kleinen Pause ging es mit einer Schatzsuche weiter. Da es draußen einfach zu heiß war, wurde sie kurzerhand nach drinnen verlegt. Mit viel Teamgeist beantworteten die Kinder Fragen rund um bekannte Märchen und arbeiteten sich Schritt für Schritt bis zum Schatz vor, welcher dann aber trotzdem nicht ohne Hilfe (herzlichen Dank an die Tippgeberin) gefunden werden konnte. Die Begeisterung war groß, als die Schatzkiste endlich geöffnet werden konnte. Besonders die Fußballkarten sorgten für leuchtende Augen und wurden direkt eifrig getauscht. Aber auch über Taschenlampen und Süßigkeiten freuten sich die Kinder sehr.
Am Nachmittag ging es noch einmal ins Strandbad. Diese Mal gemeinsam mit unserem Überraschungsbesuch, worüber sich die Kinder sehr freuten. Trotz größter Hitze wurde erzählt, gelacht und gemeinsam auf die vergangenen Kitajahre zurückgeblickt. Gegen Abend wartete ein leckeres Grillbuffet auf uns. Ob Würstchen, Chicken Nuggets, Falafel oder verschiedene Salate – für jeden war etwas dabei.
Auch zwischen den Programmpunkten war immer etwas los. Überall wurde Fußball oder Tischtennis gespielt. Immer wieder bildeten sich kleine Gruppen zum Spielen und Quatschen. Für große Heiterkeit sorgte außerdem der spontane Wettbewerb im Kirschkernweitspucken. Kinder und Erwachsene versuchten gleichermaßen, ihren Kirschkern möglichst weit fliegen zu lassen. Dabei galt es, den langjährigen Rekord von Annette zu knacken. Viele scheiterten knapp – doch schließlich wurde ihr Rekord tatsächlich gebrochen. Dabei wurde viel gelacht und angefeuert – genau diese kleinen, ungeplanten Momente machten das Wochenende so besonders.
Als am Abend die ersten Blitze am Himmel zu sehen waren, hofften wir alle auf eine kleine Abkühlung. Während wir Erwachsenen gespannt in den Himmel schauten, feierten die Kinder im Keller eine fröhliche Knicklichter-Party. Mit Musik, bunten Lichtern und jeder Menge guter Laune, hatten sie sichtlich Spaß.
Am Sonntag wurden schweren Herzens die Taschen gepackt und die letzten Sachen zusammengesucht. Es wurden Erinnerungsfotos gemacht und sich herzlich verabschiedet. Vor dem Mittagessen traten wir schließlich die Heimreise an.
Für unsere Familie war dieser Abschied jedoch mehr als nur das Ende eines schönen Wochenendes. Mit unserem jüngsten Kind endet nun auch unsere Zeit in der Kita. Über 19 Jahre hinweg war das Schneckenhause ein wichtiger Teil unseres Familienlebens – ein Ort, an dem Freundschaften entstanden sind, an dem unsere Kinder spielen, lernen und wachsen durften und an dem wir uns immer willkommen gefühlt haben. Danke, liebes Schneckenhausteam, ihr seid großartig.
Familie Oberländer
Unsere Kita befindet sich in unmittelbarer Nähe der Gnadenkirche (Ev. Versöhnungskirchengemeinde Berlin-Biesdorf) im Bezirk Marzahn-Hellersdorf.
Bis zu 55 Kinder im Alter von einem Jahr bis zum Schuleintritt werden in der Kita Schneckenhaus von bis zu zehn Erzieher(innen) in drei Gruppen betreut. Eine Wirtschaftskraft sorgt für das kulinarische Wohl, außerdem unterstützen uns ein Hausmeister sowie Praktikant(innen) bei unserer Arbeit.
Bei uns erfahren die Kinder eine Erziehung in christlicher Verantwortung und nehmen diese als Zuspruch und Lebensorientierung wahr. Dabei ist uns wichtig, dass:
Unser Team arbeitet nach dem System des Qualitätsmanagements. Dies bedeutet, dass wir unsere Arbeit regelmäßig intern überprüfen und auch extern überprüfen lassen, Ergebnisse und Veränderungen schriftlich festhalten und uns somit in einem ständigen Prozess der Bewegung befinden. Dokumentation und Transparenz sind dabei ein wichtiger Bestandteil.