Neues aus der Schneckengruppe

Liebe Schneckengruppen-Eltern,

in den ersten Wochen steht in unserer Gruppe immer die Eingewöhnung im Vordergrund. Derzeit sind es vier neue Kinder, unser fünftes und letztes Kind gewöhnen wir erst im Januar ein.

Je nachdem, wie viel Zeit die Familien für die Eingewöhnung mitbringen, ist die Anwesenheitszeit der neuen Kinder in den ersten ein bis zwei Wochen noch recht kurz, sodass wir uns unseren zwölf „Großen“ ausgiebig widmen können. So seltsam es uns oft erscheint, sind nun die teilweise knapp Zweijährigen unsere „Großen“. Sie kennen Tagesablauf und Strukturen, finden sich im Haus zurecht, agieren selbstständiger im Waschraum, benutzen (fast alle) die Toilette und putzen nun Zähne.

Wir spielen mit ihnen im Gruppenraum:

Ø  Memory mit wenigen Paaren,

Ø  Farben- und Zählspiele (z.B. „Tempo kleine Schnecke“, „Colorino“, „Klecks“, „Farben und Formen“, „Erster Obstgarten“),

Ø  Spiele für die Entwicklung der Feinmotorik (z.B. Fädelspiel „Auf dem Land“, „Bärenhunger“, Ketten fädeln,

einfache Fühlspiele),

Ø  Zuordnungsspiele (z.B. Domino mit verschiedenen Motiven, „Tiere und ihre Kinder“, „Was gehört zusammen“ Bilderlotto)

Ø  Puzzle (z.B. thematische Steckpuzzle Bauernhof, Familie, Tiere, Baustelle, Feuerwehr, Kindergartenalltag, Fahrzeuge, 2-4-6-8-Teile-Puzzle, 4-6-9-12-Teile-Puzzle, Vier-Lagenpuzzle Jahreszeit, Bilderwürfel Bauernhof)

Ø  Gestalten an der Staffelei, auf dem Tisch oder dem Boden mit Stiften, Pinseln oder Schwämmen

Ø  Papier reißen und erstes „schneiden“,

Ø  Rollenspiele, die ihren Alltag widerspiegeln (Einkaufen, Familie, Haushalt, Reisen etc.).
 

Die ständige Anwesenheit der Eltern anderer Kinder und unser Fokus auf den Bindungsaufbau, sind für unsere älteren Schneckenkinder jedoch auch schwierig und bringen an manchen Tagen Eifersüchteleien mit sich. Jedes Kind verkraftet das anders. Durch häufiges Austauschen des Spielzeugs und der Kinderliteratur bieten wir den Älteren große Abwechslung, steigern ihre Neugierde und fördern das selbstständige Spiel.

Während wir zu den Jüngsten eine Bindung aufbauen, sie anfangs viel tragen oder auf dem Schoß haben, puzzeln, bauen oder lesen wir nebenbei mit den Älteren so gut es geht. Intensive Gesellschaftsspiele sind eher schwierig zu bewältigen, denn die Ablenkung durch die vielen Nebengeräusche und das noch unkontrollierte Handeln der neuen Kinder ist noch zu groß. Zum Klavier- oder Gitarrenspiel wird gesungen und getanzt. Im Garten buddeln wir gemeinsam mit den Kleinen und Großen, lassen sie zusammen wippen oder schaukeln und stärken so das Zusammengehörigkeitsgefühl.

Lässt es die Zeit zu, kümmern sich zwei pädagogische Fachkräfte ausschließlich um die Bedürfnisse der Älteren. Manchmal ist dies allerdings nicht möglich, denn es gibt Tage, an denen die neuen Kinder gleichzeitig besondere Zuwendung benötigen – und dann sind eben alle Erwachsenen beschäftigt, um die Bedürfnisse oder Tränen jedes einzelnen zu trocknen. Dies bewältigen wir mit großer Feinfühligkeit und dem Gespür, auf die Bedürfnisse der Kleinstkinder auch ohne Worte eingehen zu können. Hier binden wir aber die „Großen“ mit ein – sie helfen gern und unterstützen schon beim Trösten, bringen Taschentücher, Kuscheltiere oder Trinkflaschen. So stärken wir ihr Selbstbewusstsein, fördern Sprache, Kommunikation und Aufgabenverständnis.

Kinder haben – genau wie wir – gute und schlechte Tage und so kommt es vor, dass es in der Eingewöhnung Zeiten des "Rückschlags" gibt. Eine sichere Bindung zu den Erwachsenen der Schneckengruppe hilft jedoch, diese Phase rasch zu überstehen.

Danke, dass ihr uns euer Vertrauen entgegenbringt und euren Kindern dadurch vermittelt, dass sie uns auch vertrauen können. Nur so gelingt es euren Kindern, eine sichere Bindung aufzubauen und die Eingewöhnung erfolgreich zu gestalten.

Euer Schnecken-Team Maraike, Lianna, Léon und Katrin